
Am Freitag und Samstag fand die 14. Faschingsgala des FC Germania Unterafferbach in der vereinseigenen Sporthalle statt. Auch das Main-Echo war mit einer Berichterstatterin und einem Fotograf vor Ort, hier ist der Artikel, welcher am heutigen Montag im Main-Echo erschienen ist:
Bürgermeister lässt den Po wackeln
Fastnacht: Unterafferbacher Narren in Hochstimmung bei der kunterbunten Gala des FCU im Sportheim
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Gala des FCU im Sportheim Die Afferbischer Ladies haben Zuwachs bekommen. Zwar kannte Moderator Thomas Däublin den »langen dürren« Neuen in der Tanzgruppe angeblich nicht. Doch das Publikum bei der Faschingsgala des FC Unterafferbach wusste gleich, wer da den Po wackeln ließ zum Song vom »sexy movimento«: Goldbachs Bürgermeister Thomas Krimm (Freie Wähler)
Aufwendige Kostüme
Unter den zehn goldbehüteten Ladies in Leo-Mänteln zu schwarzen Hosen und ihrem Lord, ebenfalls im Edel-Savannen-Outfit, konnte sich der tänzerisch begabte Neuling durchaus sehen lassen. Sogar die politische Balance blieb mit dem Afrika-Auftritt des Ortsoberhaupts am Samstagabend gewahrt. Landrat Ulrich Reuter (CSU) hatte zuvor auf einen Kurzbesuch vorbeigeschaut und war vom »Krocke«-Büttenredner Albert Rüppel mit dem Weibersbrunner »Flaaschworscht-Orden« behängt worden - als Dank der Fastnachtsvereine im Kreis für die alljährliche Einladung ins Aschaffenburger Landratsamt.
Reuters Stellvertreterin und Parteikollegin Andrea Lindholz, die als Goldbacher Gemeinderätin keine weiteren Verpflichtungen hatte, blieb auch nach der Pause. Es war ja viel zu schön in der kunterbunten Menge des wieder restlos ausverkauften Sportheims. Wie hatten sie sich alle in Schale geworfen! Ein Kostüm war aufwendiger als das andere und Schmuddel-Look mega-out.
Die Tanzgruppen auf der Bühne machten es vor, allen voran die wie Paradiesvögel herausgeputzten Indianer von den Aschaffenburger Mainfunken. Der Showtanz der Feuerfunken hat bereits bei der eigenen Prunksitzung in der Leiderer Turnhalle und Auftritten im Kreis Furore gemacht. Natürlich waren die Afferbischer Narren hin und weg von so viel Tempo und Akrobatik. Es war beachtlich, wie die 16-köpfige Truppe die anspruchsvolle Choreographie von Bärbel Schlott auf der viel zu engen und niedrigen Afferbischer Bühne umsetzte.
Die mit den Afferbischern seit Jahren befreundeten Mainfunken sorgten für drei weitere Tanz-Highlights. Das sieben Jahre alte Funkenmariechen Jennifer Allig wirbelte wie ein Gummipüppchen über die Bühne, die Gardetänzerinnen sorgten für Tradition in Reih und Glied und unter den sechs Las-Vegas-Ladies vom Männerballett Funk-Geräte zauberte Turntalent Flo Zang mit Flic-Flacs und Saltos Varieté-Glamour in den Saal.
Nach Herzenslust lachen konnten die Gäste über die vielen »hausgemachten« FCU-Beiträge. Die Klempnerband unter der Leitung von Hans Maidhof sang zur Melodie der Spider Murphy Band vom Riesen-Wirtschafts-Skandal in Aschebersch. Während das Publikum vor Vergnügen über »Rosi« (Vorstandssprecher Kurt Rung im roten Minirock und BH) kreischte, prosteten sich die musikalischen Alten Herren demonstrativ mit Schlappeseppel-Bier zu.
Ein super Gag war auch ihre Version des Songs »Er gehört zu mir«, bei dem hübsche Mädels Riesenfarbfotos vom turtelnden Duo Merkel und Sarkozy präsentierten. Die Lokalpolitiker kamen heuer glimpflich davon. Sie wurden nur - wegen der vielen Umleitungen - als »Strooßebauer« (zu »Mendocino«) hochgenommen.
Als klein, aber oho outeten sich Rungs Enkel Tim und Ben Kullmann sowie Noah und Felix Spahn. Als Rocker-Piraten ließen sie »Kurt, den Coolen« hochleben und drehten mit Spielzeug-Motorrädern (Papa Holger Spahn hatte ein Kinderrad zur schweren Maschine umfrisiert) knatternde »Beinhart«-Runden.
Wenn die Kutten fallen
Auch wenn der Rest des musikalischen FCU-Programms im Playback serviert wurde, ein rundes Vergnügen und eine Augenweide war er allemal. Martin Kullmann und seine Truppe hatten wieder Leckerbissen parat: Als Gospel Singers samt stocktanzendem Pastor waren sie nur am Anfang brav. Bald fielen die schwarzen Kutten über Hot Pants und knappen Topps.
Ebenfalls ganz schön frivol kamen sie als Spider Murphys daher, in knackigen Lederhosen die Hüften schwingend. Auch Erhard Burger standen die Krachledernen ausgezeichnet, als er mit seinem Bruder Uwe - als »Engelchen« ganz in Weiß - Andreas Gabaliers Hit »Ich hab mich verknallt in di« optisch umsetzte. Da war kein Halten mehr im Publikum, und nicht wenige Narren stiegen zum Tanzen auf die Tische.
Quelle: www.main-netz.de, Text: Melanie Pollinger Foto: Victoria Schilde
Dia-Show im Main-Netz: Unter der folgenden Adresse hat das Main-Echo eine ganze Dia-Show von unserer Faschingsgala veröffentlicht:
http://www.main-netz.de/_/tools/diaview.html?_CMTREE=184866&_CMBILD=1601882